Mittwoch, 19.4.00

Als wir aufwachen, können wir es kaum glauben... Es scheint doch tatsächlich einmal die Sonne. Sollten wir wenigstens mit dem Wetter mal Glück haben? Immerhin wollen wir heute zum Chrystal Palace, der nur ein paar Minuten mit dem Bus von unserem Zimmer weg war, und danach zum Highgate Cemetary. Da können wir wahrlich mal etwas Sonnenschein gebrauchen.

Also machen wir erst mal gemütlich ausgiebig Frühstück und brechen danach auf. Glücklicherweise kommt auch schon nach einigen Minuten ein passender Bus und keine Viertelstunde später stehen wir vor dem Park. Diesen wollen wir uns erst etwas ansehen und dann zum Stadion, wo Depeche 1993 einen grandiosen Open Air Auftritt hatten (den ich leider nicht gesehen habe *heul*). Der Park ist richtig klasse. Viele Bäume, Wasser, sogar Statuen von Sauriern und ein kleiner Zoo. Als nächstes steuern wir am Stadion vorbei auf unseren Treffpunkt mit Antje zu. Ich wäre ja gerne mal ins Stadion rein gegangen. Aber das war verboten. Auf dem Weg erblicke ich dann doch aber tatsächlich so einen Bong, wie er auf der Strangelove-Maxi abgebildet ist. Da habe ich natürlich sofort die Idee, mir das Ding zu klauen und rot zu lackieren. Hab´s aber dann doch nicht gemacht...


Chrystal Palace

Pünktlich tauch dann auch Antje auf und wir fahrend zusammen in die Stadt. Antje muß noch einige Aufträge erledigen und will eh nicht mit zum Friedhof kommen, so daß wir alleine nach Highgate fahren. Der Friedhof selbst ist wunderschön. Total verwildert und mit phantastischen Statuen. Wir können uns gar nicht satt sehen.

Highgate Cemetary

Irgendwann sind wir dann aber doch fertig, es ist mittlerweile ziemlich warm und wir haben Hunger. Den wollten wir diesmal in Covent Garden stillen. Mal wieder mit Jacked Potatoes. Die sind aber auch lecker. Könnte ich direkt mal selbst machen. Dann noch ein bißchen durch Covent Garden bummeln, wo wir doch tatsächlich mal zwei Depeche Mode Postkarten ergattern, den Straßenkünstlern zusehen und danach schon wieder Richtung St. Johns Wood aufbrechen. Diesmal haben wir uns für einen früheren Zeitpunkt verabredet, da wir noch ein wenig durch den Stadtteil bummeln wollten, in dem Andy zu Hause war. Es ist richtig schön dort, herrliche Villen, so ruhig... Maren drängt mich, auch noch einen der Bäume zu fotografieren. Das sah aber auch super aus.


Mauer an den Studios

Als wir noch mal an den Abbey Road Studios vorbei kommen, merken wir, daß sich ein Depeche Fan verewigt hatte. Das mußte natürlich auch für die Nachwelt festgehalten werden. Da wir im Gascogne später nicht wieder so viel Geld ausgeben wollen, essen wir auch gleich noch eine Kleinigkeit. Wenig später stehen wir nun ein drittes Mal vor dem Gascogne. Alle guten Dinge sind ja nun mal drei...

Und als wir diesmal rein gehen, sitzt Andy schon an der Bar. Er dreht sich rum und erkennt uns auch gleich und begrüßt uns. Außerdem will er erst mal wissen, was wir heute bei dem schönen Wetter denn so gemacht hätten. Wir erzählen ihm, daß wir am Chrystal Palace waren, weil das gleich in der Nähe unserer Unterkunft war. Natürlich muß er da grinsen. Aber er fragt uns dann noch, wo wir denn wohnen würden. In Penge East.

Als nächstes spendiert er uns schon wieder eine Flasche Wein und wir quatschen noch ein bißchen. Dann frage ich ihn auch gleich nach dem versprochenen Foto, das wir dann auch anstandslos bekommen. Geschafft. Jetzt würde uns endlich jemand glauben. :-)

Mit Andy im Gascogne

Als ich die Streichhölzer auf dem Tisch erblicke, verschwinden die erst mal schnellstens in meiner Tasche. Wir reden dann noch ein wenig, auch mit der Kellnerin. Auf deutsch. Und Andy will natürlich gerne was mitkriegen. Das war schon witzig. Aber immerhin lernen wir ihm dann noch, auf deutsch "Flasche" zu sagen. Dann zeigt er uns ein absolut tolles deutsches Fanzine, von dem ich noch nie was gehört hatte: DM-Times (in der Zwischenzeit hab ich einige Exemplare davon). Sehr toll gemacht. Seine Lieblingsrubrik: 50 Dinge, woran man einen Depeche Mode Fan erkennt. Und darüber hat er sich dann besonders amüsiert: "They allways dress in black". Wie wahr.

Infoadresse:
missandone@post.de

Als nächstes fragt er uns dann, was wir denn morgen, also am Donnestag, machen würden. Maren und ich mußten da leider wieder zurück fleigen. Schade, meint er da nur. Morgen käme Martin und sie würden sich unten mit ein paar Freunden das Fußballspiel von Arsenal ansehen. Und wir hätten auch kommen können. Das wäre das Größte gewesen. Mart auch noch kennen zu lernen. Antje fängt gleich an, rum zu telefonieren und versucht, unsere Flüge noch umzubuchen. Aber wegen Karfreitag war da nichts mehr drin. Wir haben uns schwarz geärgert. Warum haben wir nicht einen Tag länger gebucht? Die Zeit hätten wir gehabt. Mist! Mist!!!!!!

Nach etwa einer Stunde verabschiedet sich Andy von uns. Mit Küßchen auf die Wange. Ich bekomme sogar zwei. Wir bleiben noch etwas sitzen, trinken unseren Wein aus und machen uns dann auf den Rückweg. Und ärgern uns immer noch schwarz.

Als wir gehen willen, fragen wir noch schnell die nette Kellnerin, ob wir nicht mal nach unten dürften, um uns dort mal umzusehen. Natürlich hatte sie nichts dagegen und wir machten uns schnellstens auf den Weg nach unten. Das war auch wieder so eine sonderbare Farbzusammenstellung. Aber gemütlich. Und hier würden die Modies morgen feiern.... *heul*

Gascogne unterer Raum